Montag, 15. März 2010

Now is the fokking Winter unseres Würgens

... oder: Ganz viel Nachtrag.
Pre S.: Rechtschreibefehler sind bewusst zum Rechtschreibetraining meiner verehrten Leserschaft gesetzt :P


MO 22.02.2010

Ohne Internet ist scheiße!
Wie soll ich da Wohnugnen suchen?

MO 01.03.2010

Ca. 18.30 Uhr
Ohne Internet ist scheiße!
Wie soll ich da mit meinen Leuten kommunizieren?

Ca. 20.30 Uhr
Heute war wohl der seitdem ich hier in Berlin bin der beschissenste Tag. War eher einer dieser schlechten Montags-zur-Arbeitgehtage, wo man zu wenig Kaffee getrunken und zu schlecht geschlafen hat. Mein Wecker streikt seit zwei Tagen, ich bin um 8e aufgewacht, sprang aus dem Bett, zog mich an, deodorierte mich noch und raus war ich. Dachte: „Hey kaufste dir ein Monatsticket.“ An der Leopoldstraße gab es dann beim Ticketverkauf eine lange Schlange auch beide Automaten(Ticketautomaten) waren belegt. Was macht man da? Eine Haltestelle schwarz fahren und sich dann beim freien Ticketautomaten ein Tagesticket zulegen. Ganz toll und total nervig, da das Mistding meinen 5 Euroschein nicht nehmen wollte. Dank einer sehr netten Dame, die meine aufsteigenden Tränen sah, bekam ich den Tipp am ansässigen U-Bahn-Kiosk das Geld in Münzen zu tauschen. Denkste! Die Verkäuferinnen meinten, sie bräuchten selber ihr Kleingeld, ich sollte es woanders versuchen. Halleluja! Naja, zum Glück sah ich die nette Dame wieder und da sie schon ein Ticket gekauft hat und Kleingeld besaß, wechselte sie es mir. Ticket gekauft und rein in die Ringbahn. Dann bekam ich zwei SMSen von Kommilitonen, mit der Bitte Bescheid zu geben, da diese sich auch verspäten würden.
Ich dachte noch: „Hey ich auch!!!“ Ich kam dennoch gerade so pünktlich an, zog meine Klamotten vor ganzer Klasse aus (Trainingssachen sind ja immer unter den Straßenklamotten bei mir) und pfiff sie in die Ecke.
Haben unsere Rede- und Auftrittsweise analysiert und die wichtigen W-Fragen im Schauspiel geklärt.
In Theatergeschichte hab ich dann keinen Stuhl abbekommen, da meine Kontaktlinse aus dem Auge stach (oder besser ins Auge stach) und ich doch noch mal auf Toilette rennen musste um die Misere wieder geradezubiegen. Dann bin ich fast eingepennt, hab mich dann doch gegen Ende durchgerungen, etwas zu sagen. Dann abgehetzt zum Ballett, wo ich auch nur müde und lustlos die Übungen machte.
Am Nachmittag dann ein Hoffnungsschimmer. Ich ging zu Aldi, holte mir da nen Internetstick, kam nach Hause, holte noch schnell Kohlen aus dem Keller, machte den Ofen heiß und mir eine Suppe. Die Installation funktionierte einwandfrei. Das Internet nicht, trotz beantragter Flatrate. Geld wurde zwar abgebucht, aber dennoch bekam ich keine SMS die Bestätigte, dass ich freigeschaltet war. Das war der Moment größter Verzweiflung. Ich bekam wegen dieser verdammten Kleinigkeiten einen Heulkrampf. Das liegt wohl (Männer bitte nicht weiter lesen, ihr könntet euch bei nachfolgender Wortwahl ekeln) menstrualer Hormonstresssituation. Nach Heulkrampf und Hysterie bin ich duschen gegangen. Eine gute Idee, danach war mir erstmal wärmer. Zur Beruhigung verdrückte ich dann auch noch eine ganze Tafel Schokolade, die mir meine Schwester geschenkt hatte (DankeDankeDanke!!!).
Hätte dann die Möglichkeit gehabt, mit den Mädchen und Jungs von meiner Schule trinken zu gehen. Da ich die SMS aber zu spät bekam,  da mein Handyempfang so was von Grotte ist, unterließ ich das dann doch. Zum Glück kam dann Alex... ähm Aleks vorbei mit meinem ersten Einweihungswohnungsgeschenk. Ein Poster! Farblich recht knallig, ich stell irgendwann ein Foto davon rein. Aber genau das, was ich als Aufmunterung gebraucht habe, auch wenn sich meine Freude in Grenzen hielt aufgrund der vorher erzählten Dinge. Dann später noch mit Flo telefoniert, der meinte, ich solle nicht verzweifeln, morgen sieht alles schon ganz anders aus. Zwar brach die Verbindung ständig ab, aber hey, man kann nicht alles haben. Allmählich rückte die Welt wieder in ein freundlicheres Licht und ich hab nun gut Zeit mir über paar Dinge Gedanken zu machen.

Gedankenwülste
Ich frage mich gerade, wann ich das denn alles schaffen soll, nicht nur üben-üben-üben für Tai Chi und Ballett und den anderen Kram, sondern nun auch drei Stücke lesen, eins bis nächster Woche, dann mal am Ende des Monats ins Theater gehen, was mich normalerweise freuen würde, aber aufgrund der Tatsache, dass ich in letzter Zeit wenig Gelegenheit für mich zum ausspannen hatte, wird mir das gerade doch recht viel. Und ich verfalle in leichte Panik, wenn ich an meinen Nebenjob denke. Ich brauche das Geld, aber habe ich auch noch genug Kraft, Motivation und Konzentration dafür?

Hey, das erste Semester ist das Scheitersemester, sagten uns die Dozenten und ältere Schüler. Zähne zusammenbeißen und durch. Wer einen Traum verfolgt, der muss hart arbeiten. Wie ging der Spruch noch mal? „Der Erfolg eines Schauspielers besteht aus 10 % Talent, 20% Glück und 70 % Arbeit.“ Na, dann geh ich jetzt mal jonglieren üben... und Liegestütze. Das ist die Strafe, die der gute Kühnel uns bei fallen lassen eines Balls angedroht hatte.

P.S.: Ich bräuchte eine Rückenmassage. Dringend.

06.03.10
Up and down and all around!

Ich stelle fest: Entweder es gibt NUR gute oder NUR schlechte Tage in Berlin.

Heute ist ein guter Tag. Ich hab mir sämtliche Wushu-Übungen aufgeschrieben und werde gleich üben. Ich find’s sehr witzig. Da ich ja im Schlafzimmer noch keine Vorhänge habe, müssen wohl die Nachbarn denken, ich sei eine asketische Kampfnonne, da ich mich so komisch verrenke. Mein Chinesisches Essen war auch lecker und ich kann satt, aber nicht überfressen an meine Lektüre gehen. Orestie von Aischilos und Kindersorgen von Habich Vergessen. Morgen darf ich ausschlafen und fühle mich sehr entspannt nach einer Woche voller Aktion und Leid und Hysterie.

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